Baden-Württembergs Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Rapp stärkt Industrie den Rücken

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Baden-Württembergs Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Rapp stärkt Industrie den Rücken
Der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg Dr. Patrick Rapp hat die Notwendigkeit für schnelle und wirksame Reformen im Energiesektor betont: Bei einem Besuch bei der Koehler-Gruppe in Oberkirch gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Ortenaukreis Thorsten Erny machte sich Rapp ein Bild vor Ort und sagte: „Die Wirtschaft und insbesondere der Mittelstand sind die Basis unseres Wohlstands. Gerade in der aktuell schwierigen Lage ist es oberste Aufgabe der Politik, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen können. Neben dem raschen Abbau von Bürokratie kommt es vor allem darauf an, dass Energie in Deutschland deutlich günstiger wird. Dazu sind die aktuell diskutierten und beschlossenen Entlastungen nur ein erster Schritt. Entscheidend sind die mittel- und langfristigen Weichenstellungen.“

Dauerhafte Reduzierung der Energiepreise zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland

Im Rahmen des Besuchs betonten die Vertreter der Koehler-Gruppe, wie wichtig es für den deutschen Mittelstand ist, die Energiepreise in Deutschland für die energieintensive Industrie anzupassen, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Dr. Stefan Karrer, Vorstand Technik bei der Koehler-Gruppe, machte deutlich: „Im internationalen Wettbewerb haben wir aufgrund der hohen Energiekosten am Produktionsstandort Deutschland einen massiven Wettbewerbsnachteil. Um Wertschöpfung und Arbeitsplätze hier sichern zu können, brauchen wir wieder verlässlich kalkulierbare Preise für Energie aus dem öffentlichen Netz zu international wettbewerbsfähigen Preisen.“ Der aktuell von der Bundesregierung angekündigte Industriestrompreis sei in der Summe für die energieintensive Industrie in Deutschland keine wirkliche Entlastung und ändere nichts an dem aktuell vorhandenen Wettbewerbsnachteil des Standort Deutschlands. „Müssten wir heute die Entscheidung in den Aufbau unserer neuesten Produktionsanlage in Kehl, in die wir vor 6 Jahren rund 300 Millionen Euro investiert haben, noch einmal treffen, würde sie nicht mehr für den Standort Deutschland ausfallen“, machte Dr. Karrer die Brisanz der Lage deutlich. Bei über 70 % Exportanteil müsse man sich mit internationalen Wettbewerbern messen und deren Produktionsbedingungen seien auf den Strompreis bezogen, der einen Großteil an den Entstehungskosten von Papier ausmacht, international weit attraktiver.

 

 

Abbildung: Machte bei seinem Besuch deutlich, dass für die Industrie im Land mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit zentraler Faktor für deren Weg zurück auf die Erfolgsspur seien: Dr. Patrick Rapp 2.v.r. (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg), Philipp Prechtl (Geschäftsführer, Koehler Innovative Solutions, links), Thorsten Erny (Landrat Ortenaukreis, 2.v.r.) und Dr. Stefan Karrer den Händen von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, entgegen.