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Blauer Bon mit Wirkung

Thermopapier ohne Chemie? Im Bauzentrum Rendler in Oberkirch zeigt ein blauer Bon, warum auch kleine Maßnahmen eine große Wirkung erzielen können.

Schrauben, Fliesen und Holzlatten wandern über das Band. Ein letztes Piepen, ein kurzer Griff – und die Kundin hält ihren Bon in der Hand. Blau statt weiß. Im Bauzentrum Rendler in Oberkirch ist das seit einigen Jahren Standard: Hier kommt Blue4est® zum Einsatz, ein Thermopapier, das ganz ohne Chemie funktioniert. Was auf den ersten Blick wie ein Detail wirkt, steht für eine Haltung, die sich durch das gesamte Unternehmen zieht.

Verantwortung im eigenen Einflussbereich

Rendler ist ein Baustofffachhandel mit Einzelhandelsfläche, Ausstellungen und Großhandel – ein Familienunternehmen in sechster Generation, tief in seiner Region verwurzelt. „Wir legen großen Wert auf Qualität und Beratung – und auf Nachhaltigkeit“, sagt Geschäftsführer Frederic Fies. Gerade im Baustoffhandel ist das anspruchsvoll: energieintensive Produkte, komplexe Lieferketten, viel Verpackung. Umso wichtiger seien die Stellschrauben im eigenen Einflussbereich: Dazu gehören für Rendler ein energieeffizientes Gebäude mit Holzfassade, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, regionale Lieferanten – und eben auch der Kassenbon. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, etwas nachhaltiger oder regionaler zu machen, sind wir sofort dabei“, erklärt Fies.

Die Kompatibilität mit den Druckern ist ein großer Pluspunkt: Man kann Blue4est® eins zu eins austauschen.

Sonja Schneider

Produktmanagerin für Thermopapier bei Koehler Paper

Vom Test zur Alltagslösung

Die Umstellung auf Blue4est® war pragmatisch: testen, einsetzen, fertig. „Unsere Drucker haben das von Anfang an problemlos mitgemacht“, erinnert sich Fies. Technische Anpassungen waren nicht nötig. Gerade diese einfache Integration sei entscheidend, bestätigt Sonja Schneider, Produktmanagerin für Thermopapier bei Koehler Paper: „Die Kompatibilität mit den Druckern ist ein großer Pluspunkt: Man kann Blue4est® eins zu eins austauschen.“ Heute ist der blaue Bon fester Bestandteil im Alltag. Rund 600 Bons druckt Rendler täglich, in Stoßzeiten deutlich mehr. Pro Kasse wird etwa eine Rolle am Tag verbraucht. Mengen, bei denen das Thema Entsorgung relevant wird. „Früher haben die Bons viel Restmüll produziert“, sagt Fies. „Heute können wir sie im Altpapier entsorgen.“

Physik statt Chemie

Möglich wird das durch die Funktionsweise von Blue4est®. Anders als weißes Thermopapier kommt es ohne chemische Farbentwickler aus. „Beim klassischen Papier läuft eine chemische Reaktion ab“, erklärt Schneider. „Bei Blue4est® ist es eine physikalische: Durch Hitze platzen kleine Bläschen im Papier auf, und die dunkle Schicht darunter wird sichtbar.“ Das Ergebnis: ein recyclingfähiges Thermopapier, das sich in den Papierkreislauf zurückführen lässt. Gleichzeitig ist der Druck besonders langlebig. „Während weiße Kassenbons nach zehn bis zwölf Jahren verblassen, bleibt Blue4est® bis zu 35 Jahre lesbar“, sagt Schneider. Im Baustoffhandel, wo Belege oft über sehr lange Zeit aufbewahrt werden, ist das ein wichtiger Vorteil.

~600

Blue4est®-Bons werden bei Rendler pro Tag gedruckt.

Sichtbar, ohne zu stören

Der blaue Bon fällt auf, ohne Prozesse für Kundinnen und Kunden zu verändern – und genau darin liegt seine Stärke. Entsprechend unaufgeregt fallen die Reaktionen aus. „Wenn keiner sich beschwert, ist das ein gutes Zeichen“, sagt Fies. Viele kennen das Papier bereits aus anderen Bereichen, die Akzeptanz ist hoch. Der eigentliche Effekt zeigt sich woanders: weniger Restmüll, ein geschlossener Papierkreislauf und die Gewissheit, eine weitere Stellschraube sinnvoll genutzt zu haben.

Früher haben die Bons viel Restmüll produziert. Heute können wir sie im Altpapier entsorgen.

Frederic Fies

Geschäftsführer der Rendler Bauzentrum GmbH

Der Bon als regionale Bühne

Auch in anderer Hinsicht wird Blue4est® in Oberkirch sinnvoll genutzt: Mehrere Unternehmen teilen sich die Rückseite des Bon-Papiers als gemeinsame Werbefläche. Logos aus Handel und Gastronomie machen den Kassenzettel so zum lokalen Netzwerk. „Das ist eine klasse Werbung – und wir unterstützen uns gegenseitig“, so Fies.

Kleine Veränderung, klare Wirkung

Für die Kundinnen und Kunden bleibt der Bon vor allem ein Alltagsprodukt. Er wird eingesteckt, gefaltet, oft schnell vergessen. Für Rendler steht er für eine übergeordnete Haltung: Verantwortungsvolles Handeln beginnt nicht erst bei großen Bauprojekten. Es zeigt sich in vielen kleinen Entscheidungen – auch dort, wo man sie nicht sofort erwartet. „Der Kassenbon passt perfekt zu unserem Anspruch“, sagt Fies. Qualität, Verantwortung, Alltagstauglichkeit – für Rendler greift alles ineinander. Und wenn die Kundin ihren blauen Bon schließlich in die Tasche steckt, ist das vielleicht nur ein beiläufiger Moment. Aber er zeigt, dass kleine Dinge einen großen Unterschied machen können.

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