Hier entsteht Zukunft
Praxisnähe, neueste Technik und eine Atmosphäre, in der Lernen Freude macht. Das ist das Erfolgsrezept, mit dem Koehler junge Talente zu Fachkräften entwickelt, die dem Unternehmen oft ein Leben lang treu bleiben. Besonders deutlich wird das im neuen betriebstechnischen Ausbildungszentrum der Gruppe.
In einer großzügigen, lichtdurchfluteten Halle stehen Auszubildende in kleinen Gruppen oder alleine an Werkbänken und Maschinen. Ausbilder bewegen sich zwischen den Auszubildenden, sprechen mit ihnen, ab und zu zeigen oder erklären sie etwas. Alles ist modern, die Maschinen stehen auf einer offenen Fläche, um sie herum sind auf zwei Etagen Besprechungs- und Sozialräume sowie Büros angeordnet. „Wir sind sehr stolz auf unser neues Ausbildungszentrum“, sagt Simone Wölfle. Sie leitet die Personalentwicklung und Ausbildung bei der Koehler-Gruppe. „Der neue Koehler Group Campus schafft ideale Rahmenbedingungen für eine exzellente betriebstechnische Ausbildung. Und er zeigt, welchen Stellenwert der Nachwuchs für unser Unternehmen hat.“
Ausbildungsplatz zum Wohlfühlen
5,7 Millionen Euro hat die Gruppe in den Koehler Group Campus – das betriebstechnische Ausbildungszentrum – investiert. Auf 3.325 Quadratmetern erhalten junge Menschen eine praktische Ausbildung in Mechatronik, Elektronik und Industriemechanik. Die Ausstattung ist auf dem neusten Stand: Es gibt 3D-Drucker, Drehmaschinen, Gravurmaschinen, Schaltschränke, Fräsmaschinen und Schweißkabinen. „Wir haben alles hell und freundlich gestaltet, damit sich die Auszubildenden hier richtig wohlfühlen können“, erklärt Wölfle. Bereits im September 2024 haben 44 junge Talente hier mit der Ausbildung begonnen. Insgesamt absolvieren 108 zukünftige Fachkräfte bei Koehler eine Ausbildung oder ein duales Studium.
Am Stammsitz in Oberkirch bildet Koehler künftige Fachkräfte für Papiertechnologie aus.
Auch an den anderen Standorten legt das Unternehmen großen Wert auf die Qualität seiner Ausbildung. In Oberkirch zum Beispiel investiert Koehler 1,1 Millionen Euro in den Koehler Paper Campus. Das neue Ausbildungszentrum bereitet Nachwuchskräfte auf eine Laufbahn in der Papiertechnologie oder Maschinen- und Anlagenführung vor. „Fachleute sind in diesem Bereich auf dem Arbeitsmarkt so gut wie nicht zu finden“, erläutert Simone Wölfle. „Deshalb bilden wir sie selbst aus.“ Koehler bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch die Möglichkeit, das Handwerk des Papiermachens in einer berufsbegleitenden Ausbildung oder in Quereinsteigerprogrammen zu erlernen.
Wenn unsere Azubis in ihrer Ausbildung aufblühen, dann haben wir alles richtig gemacht.
Wenn unsere Azubis in ihrer Ausbildung aufblühen, dann haben wir alles richtig gemacht.
Leiterin für Personalentwicklung und Ausbildung
Kennenlernen in der Praxis
Um junge Menschen möglichst früh für das Unternehmen zu gewinnen, hat Koehler besondere Angebote für Schülerinnen und Schüler. „Wir öffnen unsere Türen für Schulklassen, sind auf vielen Berufsmessen und bieten Bewerbungstrainings an Schulen an“, berichtet die Ausbildungsleiterin. Rund 60 Schülerinnen und Schülern ermöglicht Koehler jedes Jahr ein Praktikum. „Wir möchten junge Menschen dabei unterstützen, die für sie richtige Entscheidung zu treffen.“ Ein Konzept, das aufgeht: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Koehler haben eine hohe Bindung zu ihrem Arbeitgeber. Viele verbringen ihr ganzes Arbeitsleben dort, manche Familien arbeiten schon seit Generationen für die Unternehmensgruppe.
Neben den fachlichen Inhalten legt Koehler großen Wert darauf, die Auszubildenden als Kolleginnen und Kollegen in das Unternehmen einzubinden. „Teilhabe ist ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Ausbildung“, erklärt Wölfle. „Sich einem Team zugehörig zu fühlen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Ausbildung. Heutzutage wollen aufgeschlossene junge Menschen Zusammenhänge verstehen und ihre Ideen einbringen.“ Azubis, die interessiert und leistungsbereit sind, können beruhigt in die Zukunft blicken: Ihre Übernahme ist garantiert. Wölfle betont, dass Koehler Engagement fördert: „Wer Initiative zeigt und Lust hat, sich zu entwickeln, den unterstützen wir dabei.“
Engagement lohnt sich
Wölfle beobachtet immer wieder, dass diese Mischung aus Förderung und Forderung junge Menschen motiviert: „Wenn unsere Azubis in ihrer Ausbildung aufblühen, dann haben wir alles richtig gemacht.“ Für die weiteren Karriereschritte nach der Ausbildung werden für besonders engagierte und talentierte Mitarbeitende individuelle Entwicklungspläne mit langfristiger Perspektive erstellt. Auf die Erfolge ist Wölfle stolz und erklärt: „Bei uns entstehen so wirklich beeindruckende Karrieren.“
Karriere bei Koehler
Das Familienunternehmen bietet zehn Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen, papiertechnischen und kaufmännischen Bereich an. Zusätzlich können junge Menschen bei Koehler im dualen Studium den Bachelor of Engineering in Elektrotechnik/Automatisierungstechnik oder Sustainable Science and Technology, den Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik sowie den Bachelor of Arts Industrial Management erwerben.
Ausbildung
Die Berufsschule findet an ein bis zwei Tagen in der Woche statt oder als Blockunterricht. An den anderen Tagen lernen die Azubis die Arbeit in allen wichtigen Bereichen ihres Berufsbildes in der Praxis kennen. Zusätzlich entwickelt Koehler seine Azubis ganzheitlich weiter, zum Beispiel bei Einführungstagen zum Ausbildungsstart, in Projektwochen oder in Sozial- und Umweltprojekten.
Duales Studium
Das duale Bachelorstudium dauert drei Jahre und findet in Zusammenarbeit mit der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe oder Gera-Eisenach statt. Es ist in Theorie- und Praxisphasen unterteilt, die jeweils drei Monate dauern. In den Praxisphasen werden die Studierenden im Betrieb eingesetzt. Hier lernen sie die einzelnen Fachabteilungen kennen und übernehmen erste Projekte.
Standorte
Die Koehler-Gruppe bildet an ihrem Hauptsitz in Oberkirch sowie an den Standorten in Kehl, Willstätt, Greiz und Weisenbach aus.
Alle Ausbildungsberufe im Detail:
Zu den Stellenangeboten
Ausbildungsberufe und vier duale Studiengänge an vier Standorten bietet Koehler an.
Vom Azubi zum Ausbilder
Bernd Heidenreich machte ein Praktikum bei Koehler und dann eine Ausbildung zum Papiertechnologen. Heute ist er Meister und als einer von drei Ausbildern für 39 Auszubildende und zwei Studierende verantwortlich.
Warum haben Sie sich für Papiertechnologie entschieden?
Ursprünglich wollte ich Chemikant werden. Durch ein Schulpraktikum bei Koehler in der neunten Klasse bin ich dann auf den Beruf des Papiertechnologen gestoßen. Die Arbeit hat viele Parallelen zur Chemie, aber die Dimensionen sind ganz anders. Für die Papierherstellung benötigt man große Maschinen, die bis zu 80 Meter lang sind und die in Teams gesteuert werden. Mich hat diese Kombination aus Technik, Teamarbeit und der Herstellung eines nachhaltigen Produktes fasziniert. Dazu kam, dass mir das Betriebsklima bei Koehler gleich gefallen hat.
Wie sind Sie Ausbilder geworden?
Nach meiner Ausbildung war ich zuerst zweiter Gehilfe an einer Papiermaschine, dann erster Gehilfe mit Verantwortung für einzelne Aggregate und schließlich qualifizierte ich mich zum Maschinenführer und übernahm die Steuerung der gesamten Maschine.Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits Auszubildende betreut, was mir gut gefallen hat. Als dann ein Ausbilder gesucht wurde, habe ich mich beworben. 2018 habe ich als Ausbilder angefangen und 2019 meine Meisterausbildung begonnen. Heute bilde ich die Nachwuchskräfte aus und kann meine Erfahrungen weitergeben. Mein Team wächst und ich begleite jetzt auch die Ausbildung eines weiteren Ausbilders – wie ich ein ehemaliger Azubi. Aktuell mache ich eine Weiterbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen, um meine Qualifikationen auszubauen.
Wie sieht die Zukunft der Ausbildung in der Papiertechnologie aus?
Die Digitalisierung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz werden weiter voranschreiten. Die Steuerung der Papiermaschinen wird immer mehr am Computer stattfinden und die Prozesse werden optimiert. Das wird auch in der Ausbildung eine größere Rolle spielen. Bei den Lernmethoden werden wir in Zukunft mehr mit digitalen Medien arbeiten. Aber vieles wird auch unverändert bleiben. Der Mensch bleibt dabei als Fachkraft vor Ort unverzichtbar.