Story 11

Qualität auf der Hand

Vom Brett- oder Kartenspiel bis hin zum Puzzle – Spiele zum Anfassen erleben eine Renaissance. Das Familienunternehmen Ravensburger verkauft sie weltweit. Auf dem deutschen Spielwarenmarkt ist Ravensburger ganz vorne mit dabei und gehört in Europa zu den Top Ten der Branche. Mit Koehler Paper verbindet die Traditionsmarke eine über sechzigjährige Partnerschaft, die jetzt auch in die Sammlungen unzähliger Spielkartenenthusiasten weltweit reicht. Warum, das erzählt Hanspeter Mürle, Vorstand der Ravensburger AG.

„Sie haben mich regelmäßig besiegt!“ Hanspeter Mürle muss schmunzeln, als er erzählt, wie das war, wenn er früher mit seinen Kindern memory® gespielt hat. Aber vom Spielen abgehalten hat das den Vorstand der Ravensburger AG nicht. „Unser erstes ‚Hausspiel‘, wenn man so will, hieß ‚Wer war’s?‘. Ein Brettspiel. Das haben wir überall gespielt, wo wir gerade waren. Das ist allerdings schon ein paar Jahre her, und meine Kinder sind mittlerweile erwachsen. Momentan spielen wir ein cooles neues Kartenspiel. ‚That’s not a hat‘ ist ein wenig wie memory® und wunderbar für Partys geeignet.“

Das Spiel sei schnell, amüsant und leicht verständlich, sagt Hanspeter Mürle. Eine Eigenschaft, die es mit vielen Kartenspielen gemeinsam hat. Nicht umsonst gehören sie zu den beliebtesten Spielformen der Welt – Tendenz steigend. Das Datenportal Statista prognostiziert den weltweiten Umsatz für das Jahr 2023 auf etwa 2,58 Milliarden Euro. Bis 2028 sollen es 3,16 Milliarden werden.

Sammelkarten – mit Disney in ein neues Segment

Ein sehr großes Segment beim Thema Karten sind Sammelkartenspiele. Ravensburger war hier bisher noch nicht präsent, aber das ändert sich gerade. Gemeinsam mit einem der weltweit größten Namen der Unterhaltungsbranche ist das Familienunternehmen 2023 in das Thema Trading Card Games eingestiegen. Die Rede ist von Disney.

„Disney Lorcana“ heißt das nagelneue Sammelkartenspiel. Es zeigt die Disney-Charaktere neugestaltet und in einer völlig neuen Welt. „Das Spiel ist leicht zu erlernen, auch für Neueinsteiger bei Sammelkartenspielen“, erklärt Hanspeter Mürle. Und gleichzeitig soll es die höchsten Erwartungen der Fans erfüllen. „Nicht nur in Bezug auf die strategische Tiefe, sondern auch auf die Qualität der Karten. Und Qualität hat einen entscheidenden Anteil am Erfolg. Denn die Spielerinnen und Spieler“, so Mürle, „haben ganz bestimmte Erwartungen daran, wie sich eine Karte anfühlen muss, wie sie aussieht, wie sie über die anderen Karten gleitet oder sich biegt. Sie wollen das Gefühl haben, etwas Hochwertiges in der Hand zu halten.“ Weiter sagt Mürle: „Da gibt es Benchmarks von Herstellern auf dem Sammelkartenmarkt, die wir alle kennen. Und den Benchmark setzt nun mal der Spielkartenkarton von Koehler.“

Hanspeter Mürle, Vorstand der Ravensburger AG (Foto: Anja Koehler)

„Spielerinnen und Spieler wollen das Gefühl haben, etwas Hochwertiges in der Hand zu halten.“

Hanspeter Mürle

Vorstand der Ravensburger AG

„Da ist Koehler der Benchmark“

Tatsächlich ist Koehler Paper Weltmarktführer in Sachen Spielkartenkarton. Egal, wo auf der Welt – wer Sammelkarten besitzt, hält sicher Papier aus Oberkirch in den Händen. Dass die führenden
Sammelkartenhersteller der Welt und nun auch Ravensburger gemeinsam mit Disney auf Koehler-Qualität zählen, hat gute Gründe:

Koehler setzt bei seinen Spielkartenkartons Maßstäbe in Bezug auf Haltbarkeit, ästhetisches Erscheinungsbild und das einzigartige haptische Erlebnis beim Berühren der Karten.
Da wären etwa:

Die Eigenschaften
im Überblick

Koehler setzt bei seinen Spielkartenkartons Maßstäbe in Bezug auf Haltbarkeit, ästhetisches Erscheinungsbild und das einzigartige haptische Erlebnis beim Berühren der Karten. Da wären etwa:

Dauersnap

Als Snap bezeichnet man die Eigenschaft einer Spielkarte, wieder ihre ursprüngliche Form einzunehmen, nachdem sie gebogen wurde. Beispielsweise wenn man nur die Ecke leicht anhebt, um zu sehen, welche Karte man bekommen hat. Bei Koehler wird dieser Dauersnap-Wert für jede Charge des Kartons im Labor überprüft.

Abrieb

Viele Spiele werden hunderte Male gespielt. Und auch nach diesen Hunderten Spielen sollte eine Karte noch bestens lesbar sein.

Opazität

Sind die Karten lichtundurchlässig? Würden die Spielerinnen und Spieler sehen, was auf die Rückseite der Karten ihrer Mitspieler gedruckt ist, wäre das Spiel sinnlos. Deswegen besteht der Spielkartenkarton von Koehler aus drei Schichten, zwei Schichten Karton für die Vorder- und Rückseite und ein spezieller schwarzer Kleber dazwischen.

Bending

Bricht die Beschichtung des Kartons, wenn man die Karte knickt? Bei Koehler-Karton wird das nicht geschehen.

Slip

Auch diese Eigenschaft sollte bei allen Karten gleich sein. Sie sorgt dafür, dass diese problemlos in Mischautomaten laufen und sich bei Spielerinnen und Spielern gleichmäßig in der Hand auffächern lassen.

Und selbstverständlich muss sich eine Spielkarte in der Hand einfach gut anfühlen. Dafür sorgt Koehler mit verschiedenen Veredelungen. „Den Karton bedruckt dann ein von uns beauftragtes spezialisiertes Unternehmen“, erklärt Hanspeter Mürle. „Aber zum hervorragenden Gesamtergebnis tragen alle Elemente ihren Teil bei. Das ist wie bei einem Auto. Was bei diesem das Metall in der Karosserie ist, ist bei Spielen das Papier. Es ist ein Teil des Gesamtproduktes. Aber ein immens wichtiger. Die Qualität muss einfach in jeder Dimension exzellent sein, egal ob Optik, Haptik oder Haltbarkeit, und da ist Koehler der Benchmark.“

Wertvolle Partnerschaft statt Einbahnstraße

Um diese Qualität zu erreichen, arbeiten Ravensburger und Koehler schon seit 1964 zusammen. Eine Partnerschaft, in der es nicht nur darum geht, Papiere wie bestellt zu liefern oder geliefert zu bekommen. Schon in der Entwicklungsphase eines neuen Produktes arbeitet man eng und vertrauensvoll zusammen. „Im Fall Disney Lorcana wollten wir ursprünglich einen anderen Karton verwenden,
bis uns Koehler beraten hat“, erzählt Hanspeter Mürle. „Wer in der Sammelkartenwelt vorne mitspielen will, muss die hohen Erwartungen der Fans auch in Bezug auf Material und Haptik bedienen können. Das erfordert Spezialwissen. Außerdem kursieren unter den Sammelkarten auch viele Fälschungen. Von den Spielerinnen und Spielern wird aber gerade die Qualität des Kartons als Echtheitsmerkmal wahrgenommen. Wenn man hier mit seinem Produkt langfristig bestehen möchte, dann sollte man bei der Qualität keine Abstriche machen.“

Nachhaltige Nähe

Es ist eine besondere Partnerschaft, die da zwischen Koehler und Ravensburger besteht. Und sie beruht zum großen Teil auf Nähe, persönlicher wie räumlicher. Das zeigt sich zum Beispiel beim Thema Nachhaltigkeit. „Gerade in der energieintensiven Papierbranche sind kurze Lieferwege sehr wichtig, denn sie bedeuten weniger Energieverbrauch“, erklärt Hanspeter Mürle. Immerhin geht es um Tausende Tonnen Papier jährlich, die im Falle von Ravensburger innerhalb Baden-Württembergs nur rund 200 Kilometer über den Schwarzwald transportiert werden müssen. „Außerdem wird die Koehler-Gruppe laut eigenen Plänen spätestens 2030 CO2-neutral sein. Das hilft natürlich auch unserer CO2-Bilanz“, sagt Mürle. Und bei folgendem Satz muss Mürle schmunzeln: „Wir profitieren sicherlich auch davon, dass wir als Familienunternehmen mit einem Familienunternehmen zusammenarbeiten. Das ist eben nicht wie bei einem Großkonzern, für den man am Ende nur eine Nummer ist.“

Ravensburger und Disney betreten die Welt der Trading Card Games mit Lorcana – einem Sammelkartenspiel für Disney-Fans. Das Ziel: 20 begehrte Legenden zu sammeln!

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