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Teatime!

Aufbrühen, genießen, recyceln. Seit knapp drei Jahren können Teeliebhaber die Kräutertee-Verpackungen von Leros im Altpapier entsorgen – dank der NexFlex®-Verpackungspapiere von Koehler Paper. Hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen sind sie die umweltbewusste Alternative für zahlreiche Verpackungen.

Papier- statt Kunststoffverpackung? Kein Problem für den tschechischen Teehersteller Leros. Seit einigen Jahren kooperiert das Traditionsunternehmen als einer der ersten Teekunden mit Koehler Paper und verpackt seine Teebeutel in nachhaltigem Papier – für umweltfreundlichen Genuss.

Zuvor kam für den Umschlag des Teebeutels ein Papier zum Einsatz, das eine nicht recycelbare Schicht aus Polyethylen enthielt. „Dieses Verpackungsmaterial war für uns nicht mehr tragbar“, sagt Veronika Štýblová, Einkäuferin für Verpackungsmaterialien bei Leros. Da die Kräutertees von Leros aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen, spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle im Unternehmen. Zudem legen immer mehr umweltbewusste Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur Wert auf Bio-Tees, sondern auch auf eine umweltschonende Verpackung. „Wir wollten eine ökologische Lösung, die weniger Plastikmüll verursacht“, erklärt Štýblová.

7,5

Millionen Kisten Tee mit je zehn Teebeuteln produzierte Leros im Jahr 2024. Zu den beliebtesten Tees zählen „Vitamin C Immunität“, „Kindertee Malinka“ und „Erdbeer-Teeparty“.

Die Next Gen der Verpackung

„Der Nachhaltigkeit zuliebe sollte man bei Verpackungen auf recycelbare Materialien setzen“, erklärt Sven Lehmann, Sales Manager für den osteuropäischen Markt bei Koehler Paper. Aus diesem Grund hat der Papierhersteller die NexFlex®-Produktreihe entwickelt – eine neue Generation flexibler Verpackungspapiere. Diese eignen sich für zahlreiche Food- und Non-Food-Verpackungen, bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, sind sehr gut recycelbar und werden mit selbstproduzierter grüner Energie hergestellt.

Doch Nachhaltigkeit darf nicht auf Kosten der Funktionalität gehen. „Verpackung ist grundsätzlich dazu da, um Produkte zu schützen“, erklärt Lehmann. Und genau das leistet Koehler NexPlus® Seal Pure, das bei Leros zum Einsatz kommt. Das Barrierepapier schirmt den Teebeutel vor äußeren Einflüssen wie Sauerstoff und UV-Strahlen ab und schützt die Aromen der Kräuter im Inneren.

Neben dem Produktschutz sind jedoch auch technische Anforderungen entscheidend. „Die Teeproduktion ist hochmodern – es ist beeindruckend, die Hightech-Maschinen in Aktion zu sehen“, schildert Lehmann. Zum einen muss das Papier heißsiegelbar sein, um die Verpackung an drei Seiten durch Druck und Hitze dicht zu verschließen. Zum anderen erfordert der Prozess eine hohe mechanische Stabilität, damit das Papier reibungslos auf den Produktionsanlagen läuft – idealerweise auf denselben Maschinen, die zuvor Kunststoffverpackungen verarbeitet haben. Lehmann vergleicht: „Es ist, als ob man von einem Benziner zu einem Elektroauto wechseln will – und dabei bei derselben bewährten Automarke bleiben möchte.“

Wir wollten eine ökologische Lösung, die weniger Plastikmüll verursacht.

Wir wollten eine ökologische Lösung, die weniger Plastikmüll verursacht.

Veronika Štýblová

Einkäuferin für Verpackungsmaterialien bei Leros

Ready, test, go!

Bevor die neue Teeverpackung auf den Markt kam, testete Leros das Material über fünf Monate hinweg in einem dreistufigen Prozess. Den Anfang machten die Papier- und Laborarbeit. „Da hat noch niemand Material in der Hand und es dreht sich noch keine Maschine“, erklärt Lehmann. Materialien mit Lebensmittelkontakt müssen strenge Richtlinien erfüllen – eine Herausforderung, die Koehler bereits bei der Entwicklung des Papiers berücksichtigte. Mit ersten Mustern prüfte Leros in eigenen Laboren, ob das Papier den hohen Anforderungen gerecht wird. Drei Monate lang wurde getestet: Bleibt das Material stabil? Bilden sich Flecken durch die Kräuter? Bleibt das Aroma des Tees erhalten? „Nach den intensiven Untersuchungen stand fest: Das Material hat alles, was wir brauchen“, erinnert sich Štýblová. Daraufhin folgte der Praxistest auf der Produktionsanlage – zunächst mit einer kleinen Papierrolle. Da dieser erfolgreich verlief, konnten der Kleinserien- und schließlich der Großserienversuch ohne größere Anpassungen starten. Nach knapp fünf Monaten gab es „grünes Licht“ für die umweltfreundliche Teeverpackung.

Der Nachhaltigkeit zuliebe sollte man bei Verpackungen auf recycelbare Materialien setzen.

Der Nachhaltigkeit zuliebe sollte man bei Verpackungen auf recycelbare Materialien setzen.

Sven Lehmann

Sales Manager für den osteuropäischen Markt bei Koehler

Gemeinsam zum Erfolg

Nicht nur die Qualität des Papiers, sondern auch gute Vorbereitung, offene Kommunikation und enges Teamwork sorgten für eine reibungslose Umstellung. Um den Prozess zu erleichtern, stellte Koehler eine Guideline zur Verfügung, die das Team von Leros Schritt für Schritt durch den Prozess führte. „Nach dieser Vorarbeit konnten wir loslegen und an die Maschinen gehen“, erklärt Lehmann.

Zudem begleitete Koehler die Umstellung vor Ort. Beim Besuch in der tschechischen Stadt Straßnitz tauschten sich die Teams von Koehler und Leros intensiv aus und definierten gemeinsam die nächsten Schritte. „Wir waren zunächst überrascht, dass Koehler als Papierhersteller persönlich vorbeikommen wollte“, erinnert sich Štýblová. Normalerweise erfolgt der Kontakt über den Lieferanten des bedruckten Materials oder die Druckerei. „Aber so konnten wir technische Fragen direkt besprechen – diese enge Zusammenarbeit war super.“

Nachhaltiger Teegenuss kommt an

Und die Kunden von Leros? Sie genießen ihren Tee in gewohnter Qualität – und schonen dabei die Umwelt. Dass sie die nachhaltige Entwicklung des Teeherstellers schätzen, beweisen die 7,5 Millionen Kisten Tee, die Leros im Jahr 2024 produziert hat. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass die Nachfrage weiter steigen wird, und hat aus diesem Grund zum Jahreswechsel 2024/2025 in eine neue, noch schnellere Teeverpackungsmaschine investiert. „Die Kundinnen und Kunden lieben unseren Tee“, sagt Štýblová mit einem Lächeln. „Ihr positives Feedback bestärkt uns darin, weiterhin auf höchste Qualität und Nachhaltigkeit zu setzen.“

Von A bis Tee!

Fakten zum weltweiten Teemarkt

29.760.000 t

Tee wurden im Jahr 2022 weltweit erzeugt. Damit ist die Erntemenge von Tee weltweit in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Zu den größten Teeproduzenten zählen China und Indien. 1

>30.000 t

Plastik könnten pro Jahr allein in Europa eingespart werden, wenn Kunststoffe bei Teeumschlägen durch Papier ersetzt würden. 2

1. Platz:

Deutschland ist innerhalb Europas der größte Markt für Früchte- und Kräutertees. Doch auch in den meisten anderen westeuropäischen Ländern werden diese Tees immer beliebter. 3

Quellen:
1 Statista https://de.statista.com
2 Interne Marktdaten von Euromonitor Data und PM-Annahmen
3 Euromonitor International

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